Musikalischer Zauber trotz Regen – Open Air Konzert in der Alten Schule begeistert Publikum

Von Dorfgemeinschaft Wennedach

Wennedach – Ein stimmungsvoller Sommerabend mit fränzösischem Chanson, deutschen Klassikern,
moderner Rock/Popmusik und viel Herz: Trotz zunächst schlechter Wetterlage wurde das Open Air Konzert
im Garten der Alten Schule zu einem vollen Erfolg. Dank des engagierten Einsatzes aller Helfer und
Helferinnen des Wennedacher Dorfvereins konnte das Konzert wie geplant stattfinden – selbst der
zwischenzeitliche Nieselregen konnte die Stimmung nicht trüben. Der Schulgarten war mit Zelten, Bar und
romantischer Dekoration perfekt vorbereitet. Das Konzert war restlos ausverkauft und die Zuschauer, die
keinen Sitzplatz mehr ergattern konnten stellten sich auf die Stehplätze in den hinteren Reihen.
Punkt 20 Uhr begann das musikalische Programm. Während die ersten Takte des bekannten Liedes „Aux
Champs-Elysées“ einzig und allein gespielt von Christian Merk am Kontrabass erklangen, kamen nach und
nach die anderen Akteure hinzu und betraten die Bühne.
Philipp Hardt setzte schwungvoll am Schlagzeug mit ein, während der Sänger Claus Baur auf die Bühne kam
und in die erste Strophe einstimmte. Nach ihm betrat der Nachwuchskünstler Benni Kaspar die Bühne und
brachte mit seinen selbstgeschriebenen Raps modernen Pep in den Abend. Seine Texte, voller Energie,
sorgten für frische Kontraste und ergänzten das musikalische Spektrum auf eindrucksvolle Weise. Später
griff er bei einigen Stücken noch zur Gitarre. Zum Schluss des Liedes kamen die beiden Gastgeberinnen und
Ausführenden, Steffi Sauter und Christine Schmidt auf die Bühne und begrüßten das Publikum am Klavier
und mit Gesang.
Danach setzte die Sängerin Christine Schmidt mit Udo Jürgens Lied „Ich glaube“ ein erstes inhaltliches
Ausrufezeichen. Ihre klare, warme Stimme und die berührende Interpretation machten sofort deutlich, dass
dieser Abend unter die Haut gehen würde. Steffi Sauter begleitete sie gefühlvoll am Piano und überzeugte
nicht nur als Musikerin, sondern hatte fast alle Stücke des Abends eigens arrangiert.
Im weiteren Verlauf traten die Mitwirkenden in wechselnder Besetzung auf und sorgten für ein
abwechslungsreiches, emotional dichtes Programm – mal nachdenklich, mal beschwingt, immer mit viel
musikalischer Tiefe.
Ein besonderer Gänsehautmoment folgte mit dem Lied „Je vole“ aus dem Film „Verstehen Sie die Béliers“
und „Hände“ von Carolin No. Hier wurde die Bühne durch einen Special Guest, Luisa, bereichert, die beide
Stücke in Gebärdensprache übersetzte. Ihre einfühlsame Darstellung verlieh den Liedern eine zusätzliche
emotionale Tiefe und berührte das Publikum sichtlich.
Christine Schmidt führte mit ihren einstimmenden Ansagen durch einen abwechslungsreichen Abend voller
musikalischer Facetten. Französische Klassiker wie „Sous le ciel de Paris“ oder „Hymne à l’amour“
erklangen – mal zart begleitet am Klavier, mal unterstützt vom Akkordeon, bereichert durch den warmen
Klang des Kontrabasses oder rhythmisch getragen vom Schlagzeug.
Für besondere Momente sorgte auch der Sänger Claus Baur, der mit „My Way“ von Frank Sinatra oder „Just
a Gigolo“ von Louis Prima das Publikum mit in seinen Bann sog.
Die musikalische Reise machte auch Halt in Österreich: Mit Udo Jürgens „Merci Chérie“ wurde einer
vergangenen Liebe gedankt, während Ludwig Hirschs philosophisches Stück „In deiner Sprache“ mit
Walgesängen für ein nachdenkliches Innehalten sorgte. Ein besonderes Highlight bildete „Heast as net“ von
Hubert von Goisern, bei dem Marion Sauter mit einem zweiten Akkordeon das gesamte Ensemble
unterstützte – eine musikalische Wucht mit schwebenden und zugleich bombastischen Klängen, bei der die
Musiker noch einmal alles aufboten.
Das Programm war vielseitig und kurzweilig, mit weiteren eigenen Interpretationen von „Kiss“ von Prince,
„The Best“ von Tina Turner, „Non, je ne regrette rien“ von Edith Piaf, „Je suis malade“ von Lara Fabian oder
auch „I love Paris“ von Cole Porter – eine gelungene Mischung aus Klassikern, modernen Songs und
musikalischen Raritäten.
Ein Konzertabend, der trotz grauer Wolken leuchtende Momente bot – und der zeigte, wie viel möglich ist,
wenn Musik, Engagement und Gemeinschaft aufeinandertreffen.
Am 25.10.2025 treten die beiden Musikerinnen, Christine Schmidt und Steffi Sauter nochmals in der
Stadthalle in Biberach auf. Karten kann man direkt auf der Homepage der Stadthalle erwerben.