An der Zufahrt gegenüber der ehemaligen Mülldeponie Reinstetten zum Hofgut Sommershausen steht ein Bildstöckle, das den Wennedachern immer wichtig war. Es wurde nach dem 2. Weltkrieg erbaut und war und ist für die Wennedacher ein Andachtsziel oberhalb des Arboretums. Das Landratsamt Biberach hat als Besitzer das Kleindenkmal von einem Maler farblich erneuern lassen und die Dorfgemeinschaft Wennedach hat Reparaturen am Kreuz und Arbeiten rund um den Standort durchgeführt. Der Boden vor dem Bildstöckle wurde eingefasst, Sitzgelegenheiten wurden erneuert und aufgestellt und Blumen gepflanzt. 2 Zierapfelbäume rahmen das Wegekreuz ein. 

In der Nische des Aufsatzes zeigt das originale Marienbild das sitzende Jesuskind, das zärtlich Marias Kinn berührt. In der Nische am Fuß des Feldkreuzes befindet sich ein Bild, dessen Vorlage aus dem Landauer Altar von Albrecht Dürer stammt, heute im Kunsthistorischen Museum in Wien. Das Bild zeigt einen sogenannten Gnadenstuhl, eine Darstellung der Dreifaltigkeit in der christlichen Kunst. Gottvater hält das Kreuz mit dem toten Christus auf seinem Schoß, während der Heilige Geist als Taube darüber schwebt. Das ursprüngliche Gemälde war nicht mehr vorhanden, aber es gab eine alte Fotovorlage. Auf Anfrage von der Dorfgemeinschaft Wennedach hat Sasan Vaziri dieses Bild gemalt. Er ist der Vater einer aus dem Iran geflüchteten Familie, die in Sommershausen wohnt. Diese Familie Vaziri gehört der Religion der Zoroastrier an, besser bekannt ist der Religionsgründer Zarathustra. Unser Gnadenstuhl ist also Ergebnis religionsübergreifender Gemeinschaft.

Das Liegenschaftsamt Biberach hat die Materialkosten rund ums Bildstöckle übernommen. Ein Weihefest ist in Planung. Die Pflege und Erhaltung der zur Landschaft gehörenden Kleindenkmäler um Wennedach ist uns wichtig, was sich auch an den vielen ehrenamtlichen Helfern zeigt.

Das Bildstöckle erstahlt wieder